Einen musikalischen Beitrag - September 2010

Veröffentlicht am Aug. 30, 2010

Liebe Organistin, lieber Organist, Psalm 13 ist – meines Erachtens – ein zu Unrecht unbekannter Psalm. Wenn wir die am meisten gesungenen Psalmen auflisten würden, glaube ich, dass Psalm 13 sich in den unteren Regionen befinden würde.

Und das obwohl die klassischen Komponisten den Text schon regelmäßig benutzt haben.

David befindet sich in einer schwierigen Lage, ist in Not und kennt viele Enttäuschungen. König Saul stellt ihm nach. Und er klagt dem Herrgott seine Not. Glücklicherweise wird ihm am Ende des Psalms wieder Raum gegeben und geht die Klage in Lob über.

Das Besondere der Melodie, wie wir sie kennen, ist, dass sie sowohl der Klage als auch dem Lob gewachsen ist. Daran kann man sehen, wie stark die Melodie ist.

Vor einigen Jahren stand dieser Psalm während einiger Wochen in unserer Gemeinde im Mittelpunkt. Die Melodie in Verbindung mit dem Text traf und trifft mich noch immer sehr. In dieser Zeit ist diese Bearbeitung entstanden. Ein Präludium der ersten Strophe ist damals im Verlag Muziek-Klassiek erschienen und ist noch immer erhältlich. Später wurde die vollständige Bearbeitung in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Den Haag aufgezeichnet.

Die vorliegende Bearbeitung ist ein kanonisches Präludium. Die Registrierung ist in unterschiedlichen Weisen möglich. Versuchen Sie aber die Melodie deutlich hervorzuheben. In das Intermezzo der letzten Strophe ist es empfehlenswert, einen Aufbau aufzunehmen. Damit lädt man die Gemeinde ein, zur Lobeserhebung hinaufzusteigen.
 
Ihr André van Vliet